01.02. – 24.2.2014 – Florida (Teil III) – 2.098 km

Der Monat beginnt ruhig mit Stillstand am Miccosukee Casino mit Jeanette und Fredi. Nachdem wir die beiden als Neukunden geworben haben, gehen wir gemeinsam zum Zocken. Während Hans und ich unsere 10$ Werbegutschein schnell verdaddelt haben, verdoppeln Jeanette und Fredi ihren Einsatz in Minuten. Die beiden freuen sich so über den kostenlosen Stellplatz, an dem sie am Ende noch 120$ gewonnen haben, dass sie uns am Abend zum Essen einladen.
DANKE

Wir machen uns nun auf den Weg Richtung Keys und dem südlichsten Punkt Kontinental-Amerikas. Die Sonne scheint, 28 Grad, das Wasser ist türkisblau … ein Traum.

Kaum zu glauben, aber nach der Brücke kommt noch was …

Das Wort „key“ kommt ursprünglich von dem spanischen Wort „cayo“, was soviel bedeutet wie „kleine Insel“. Die befahrbaren Keys sind mit 42 Brücken verbunden und genau 112 Meilen lang. Insgesamt sind es mehr als 1.700 Inseln, die meisten davon sind nur per Boot zu erreichen.

Wir entdecken einen Monster-Lobster und die alte Flagler-Eisenbahnbrücke.

Wieder einmal als Erster hat Henry Flagler, der Eisenbahnmagnat, Anfang des 20. Jahrhunderts die Keys mit Brücken und Schienen erschlossen. Aber bereits 20 Jahre später (1935) wurden diese durch einen verheerenden Hurrikan in 1000 Stücke zerlegt.

Danach übernahm der Staat die Eisenbahnlinie, entfernte die Gleise und erschuf so die erste Straße bis Key West. Die berühmte 7-Mile Bridge von Flagler wurde zu ihrer Zeit als 8. Weltwunder gefeiert. Heute hat sie zwar ausgedient, bietet aber immer noch einen imposanten Anblick.

Und ab sofort beginnt die Stellplatzsuche. Angeblich ist „frei stehen“ auf den Keys unmöglich und die Campgrounds horrend teuer. Wir versuchen es trotzdem, denn wir wissen von einem Statepark bei Meile 67, der angeblich dry camping anbietet. Full, no chance, nicht mal auf einen Parkplatz. Macht nix, wir haben ja noch weitere Tipps in der Hinterhand.

Curry Hammock State Park bei Meile 56. Camping = full. Wir fragen noch drei Mal nach. Dry camping, just overnight-parking … gibt´s denn keinen overflow-parking??? Und dann endlich rückt der Ranger damit raus, dass er Platz im Daypark hätte. Nach zähen Verhandlungen verkauft er uns einen Parkplatz. Kostet??? 21,50$. Na endlich!!! Der Tag (die Nacht) ist gerettet. So kaufen wir für Jeanette und Fredi auch gleich noch einen Parkplatz.
(Zum Vergleich: Campground in Key West = 125 $ !!!)

Hier dürfen wir allerdings nur eine Nacht stehen. Wenn wir auf dem Rückweg wieder kommen, ist eine weitere Nacht erlaubt.

Jetzt können wir uns noch mal in Ruhe die alte und neue 7-Mile-Bridge anschauen. Klasse!!! Die alte Flagler Eisenbahnbrücke und die neue Straßenbrücke nebeneinander, das Wasser glitzert türkisgrün … Super.

Den Rest des Tages verbringen wir an der Beach und warten auf Jeanette und Fredi, die wir verständigt haben. Wir sitzen noch bis um 21:00 Uhr draußen bei 24 Grad und ohne Mücken. Was will man mehr.

Ungewöhnlicher Besucher

Am nächsten Tag geht es zum No-Name Pub auf No Name Key, ein Geheimtipp. Wir fragen, ob wir hier in der Nacht Parken dürfen, wenn wir am Abend zum Essen kommen. No Problem, aber eine wirkliche Permission können sie nicht aussprechen. Macht nix, das reicht uns.

Im Pub sind abertausende signierte Geldscheine an Decke und Wände getackert
(man spricht von ca. 120.000 Stück).
Die Controllerin hat $$$-Zeichen in den Augen…

An der Geiger Key Marina besuchen wir Gary, den wir vor 2 Tagen am Casino kennen gelernt haben. An der Bar gibt´s erst mal ein kühles Bier.

Er schaut doch aus wie Hagrid (aus Harry Potter), oder???

Relaxvehicle auf den Keys

Gary macht den Vorschlag, uns Key West zu zeigen. Da sagen wir natürlich nicht nein. So sitzen wir zu fünft in seinem PKW und bekommen zunächst eine Stadtrundfahrt.

Key West war 1889 die größte Stadt Floridas. Von hier ging 1927 der erste internationale Flug nach Havanna, Kuba. Die Temperatur fiel noch nie unter 41° Fahrenheit (= 5° C).

Und dann stürzen wir uns ins Getümmel. Wir bummeln an der Marina entlang, gehen in diese und jene Bar, trinken einen Austern-Wodka und landen in sämtlichen „In“-Kneipen wie Sloppy Joes, in der Hemingway immer verkehrte, einer Drag-Queen-Bar und und und.
In jeder Bar ein Bier ist nur in den USA möglich …. Mit bayerischer Nahrung in Maßkrügen wäre man schön längst tot.

Grrrrr, ist das eklig … Wodka mit eingelegter Auster …oh boy …

Von hier aus sind es noch 90 Meilen oder 30 Minuten Flug bis Havanna (Kuba).
Für 10$ … das war einmal.

Sonnenuntergang am Mallorey Square ist Pflicht. Danach schaut man sich die Gaukler an.
Warum? Wir verstehen es nicht wirklich …

Und jetzt ab auf die Partymeile …

Erst gar nicht nachdenken, was da los war …

Ein Satz verfolgt uns sogar bis in die Kneipen … unglaublich.

Das war seinerzeit Hemingways Stammkneipe.

… und im Nebenraum hat sich eine Bierleiche mit einer Grabplatte im Boden verewigt …

Einfach am Straßenrand geparkt …

Nach einigen km Fußmarsch kommen wir wieder am Auto an. Müde und k.o.
An der Marina verabschieden wir uns.
DANKE Gary!!!

Jeanette, Fredi und wir müssen noch 30 km zurück zum No Name Pub. Gegen 21:30 Uhr trudeln wir endlich dort ein und bekommen sogar noch etwas zu essen, bevor wir unseren Nachtplatz beziehen.

Ám nächsten Morgen trennen sich unsere Wege wieder. Wir fahren noch mal alleine nach Key West.

Bis wir endlich dort ankommen ist es schon 10:30 Uhr und es wimmelt nur so von Touris. Am südlichsten Punkt bildet sich gleich eine ganze Schlange, um einer nach dem anderen ein Foto zu machen.

Bitte anstellen für … „DAS FOTO“ … wirklich nicht …vergiss es…

Andere lassen sich mit dem Tour Train durch die Gegend kutschieren.

Parkplatzsuche. Schaut übel aus. Der Tag bis Mitternacht kostet angeblich 45$, bis morgen Mittag 75$. Das sind ja wohl Touri-Preise … Beim nächsten könnten wir einen Stundenpreis von 10$ bekommen. So nicht. Wir sind heute eindeutig zu spät, um einen „normalen“ Parkplatz zu finden. Wir entscheiden, es morgen ganz früh noch mal zu probieren mit den Fotos.

So fahren wir stattdessen in die Geiger Marina zurück, laden Gary wie versprochen zum Essen ein und verbringen den Tag samt Abend an der beach bar …was gar nicht übel war und notgedrungen einen Stellplatz mit sich brachte. *pfeif*

Der Wecker schrillt um 5:15 Uhr. Aufsteeehn!!! Bad, Kaffee kochen und Abfaaaahrt.
Um 7:00 Uhr sind wir wieder am südlichsten Punkt Kontinental-Amerikas. Aber Bayern war zu spät … Japan ist schon vor uns da… unglaublich. Die scheinen auf Vor-Frühstücks-Tour zu sein. Wir trödeln ein wenig herum und können uns dann ganz allein vor den Poller parken und unsere Fotos mit Wombi schießen. Super.

Für uns ist das auch der südlichste Punkt für 2014. Ab sofort geht es für die nächsten Monate nur noch Kurs Nord. Ziel ist, am 21.6. zur Sommersonnenwende in Inuvik (Kanada) oder an der 6.591 km Luftlinie entfernten Pruedhoe Bay (Alaska) zu sein.

Mile 0, das Ende von Hwy 1 in Key West

Und jetzt …

Dann noch mal kreuz und quer durch Key West.

Am Hemingway Haus ist es um diese Zeit noch leer.

Ein Haus mit unscheinbarer Fassade

Erdgeschoß = The Bull = Bar
1. Stock = Whistle Bar = Privatclub
Dachterasse = Garden Eden = FKK Bar

Wir schauen uns den alten parkähnlichen Friedhof von 1847 an, der so groß ist, dass es sogar einen Straßenplan gibt. Im Vergleich zu unseren Friedhöfen ist hier alles riesig und aus Beton. Blumen gibt es kaum. Immerhin ist der Friedhof mit 18 ft (= 6 Meter) der höchste Punkt der Insel.

Das Friedhofshuhn

Beach-Feeling auf Key West muss natürlich auch sein …

Das Beach-Huhn

Das Tankstellen-Huhn

Zumindest für die Tierwelt wird hier einiges getan.

Im Norden von Big Pine Key liegt das geschützte Key Deer Refuge mit seinen weißschwänzigen Rehen im Mini-Format (etwa Schäferhundgröße).

Letzter Halt auf den Keys ist noch einmal der Curry Hammock State Park, wo diesmal Jeanette und Fredi einen Stellplatz für uns „gekauft“ haben. Bei heißen 30 Grad sitzen wir mit einem kühlen Bier nur faul im Schatten herum.

Später gesellt sich der Nachbar zu uns und erzählt, dass seine Frau und er Amish sind, sich davon aber abgenabelt haben, wie sie von den Familien ausgegrenzt wurden etc. Seeehr interessant. Später laden Dina und Ervin uns dann zu sich nach Ohio ein, wo wir ihre Familie kennen lernen sollen. Wir sind zu einem Festmahl eingeladen. Er verspricht uns sogar einen Buggy-Ride. Da sind wir natürlich dabei. Etwa Mitte April werden wir in der Gegend sein.

Nach 5 Tagen Keys, geht es noch einmal in die Everglades. Das Sumpfgebiet ist eigentlich ein 80 – 110 km breiter Fluss, der 160 km weiter nördlich im Lake Okeechobee entspringt und nur 15 cm tief ist. Bei einem Gefälle von weniger als fünf Metern auf der gesamten Strecke fließt er pro Tag nur etwa 30 cm.

Diamant-Klapperschlange auf dem Weg in die Everglades

Am Anhinga Trail gehen wir noch mal Gator gucken. Heute liegen sie direkt neben dem Boardwalk. Toll. Ein kleiner Gator bietet uns ein Fotoshooting und reißt sogar mal die Klappe auf, so dass es aussieht, als würde er uns anlachen.

Auch die Vogelwelt posiert für ein Foto

Am nächsten Tag führt uns Jim Allen auf der Nike-Missile Tour für 90 Minuten durch die Kubakrise und zeigt uns die Missile-Station, die sich mitten in den Everglades befindet. Nachdem 1962 ein amerikanisches Spionage-Flugzeug sowjetische Missile-Stützpunkte auf Kuba entdeckt hatte, wurden hier (nur 160 Meilen von Kuba entfernt) 1964 vier Missiles aufgestellt, um im Notfall die Raketen von Kuba abfangen zu können. Eine davon können wir heute besichtigen. 1979 wurde dieser Stützpunkt dann aufgegeben. 2004 wurde er der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Am Nachmittag lernen wir ein Schweizer Paar mit ihrem MAN kennen, die seit 2010 von Süden her unterwegs sind. Sie reisen immer ein halbes Jahr und sind dann wieder für ein halbes Jahr in der Schweiz. Leider fliegen sie nächste Woche schon heim.

Nach den Everglades zieht es uns wieder zum Casino westlich von Miami. Ich entdecke ein Plakat für den Boxkampf USA-Algerien, der hier heute stattfinden soll. Die Tickets kosten nur 20 $. Da ist Hans dabei. Ich verziehe mich lieber mit meinem Schmöker ins Bett. Gute Nacht.

Hans kommt erst um 23:30 Uhr zurück. War ganz interessant. Es waren zwar No Names, aber immerhin war das Fernsehen dabei, es wurde ganz ordentlich mit viel Blut geboxt und einen klassischen KO gab es auch zu sehen…. echt stark.
Komisch nur, dass er mehr Mädels als Boxer fotografiert hat …

Nach 9 Wochen verlassen wir nun den Süden und Osten Floridas und setzen auf der Verbindung zwischen Tampa und Miami (daher Tamiami-Trail genannt) nach Westen über. Endlich wieder Neuland.

Unser Weg führt uns durch das Big Cypress National Preserve im Norden der Everglades, leider bis ins letzte Detail touristisch erschlossen.

Auch im Miccosukee Indianer-Viertel wimmelt es nur so vom Tourismus. An jeder Ecke werden Airboat-Touren angeboten, die Parkplätze werden größer, die Anzahl der Busse nimmt zu … nix wie weg hier.

Wir entscheiden uns stattdessen für die total abseits gelegene Loop Road. Kaum dort, sehen wir auch schon die ersten Gator, die direkt im Wohngebiet liegen. Arbeiten unter dem Auto fällt hier und heute aus!!!

Wir folgen der Straße und sehen große Gator, kleine Gator, dicke Gator, faule Gator, schreckhafte Gator … ein Traum.

Und dann, wieder zurück auf dem Tamiami-Trail, sehen wir am Kirby Storter Roadside Park einen toten Gator. Er liegt auf dem Rücken, schaut aus wie aufgeblasen, alle 4 Pfoten von sich gestreckt und treibt dahin. Die Geier warten schon … und lassen sich ihn schmecken. Allerdings haben sie Probleme, sich durch die dicke Haut zu picken. Wir schauen interessiert zu.

Eigentlich wollten wir am Monument Lake auf den Campground, der um einen Teich mit Alligatoren angelegt ist. Doch das erwartete primitiv Camping gibt es hier nicht mehr. 28$ werden verlangt. Wir versuchen es stattdessen am einsam gelegenen Burns Lake. Hier heißt es jetzt aber unter dem alten Campground-Schild „No-Camping“. Na was denn nun…. Wir entscheiden für free camping… und alles war gut.

Auf einer Nebenstrecke mitten im Nirgendwo, haben wir eine alte Tankstelle entdeckt.

War noch billig damals, 0,33 $ für knapp 4 Liter

Angie, die Cheffin, ist beim Fischen.

Und die Beiden dachten, sie kommt gleich wieder…

… haben wohl länger warten müssen …

Am nächsten Morgen schauen wir noch mal nach dem toten Gator, doch da hat sich nicht viel verändert, außer dass er nun stinkt. Die Geier sind tatsächlich nicht durch die dicke Gator-Haut gekommen, so dass sie nur ein Stückchen unter dem Schwanz geknabbert haben. Wir melden den Leichenfund beim nächsten Ranger.

Everglades City. Hier tobt an diesem Wochenende der Bär, denn es ist Seafood Festival incl. Jahrmarkt. Obwohl es erst 11:30 Uhr ist, rollen Massen in den kleinen Ort ein. Wie gut, dass wir in der Gegenrichtung unterwegs sind.

Abstecher über die Insel St. Marcos. Hier reiht sich Villa an Villa, die alle einen Steg hinter dem Haus haben. Schön anzusehen, aber nichts Neues für uns.

Aber die Eigentumsverhältnisse sind ziemlich eindeutig geregelt …

Nichts auf diesem Grundstück ist es Wert, dafür zu sterben.

In Ft. Myers und auf Sanibel-Island ist es rappelvoll. So machen wir uns direkt auf den Weg ins Landesinnere nach La Belle, wo wir noch einen Gutschein für 4 kostenlose Übernachtungen haben. Dort sind wir sofort wieder umlagert und zum Social-Icing eingeladen. Lecker. Und morgen ist Aquagymnastic und Shuffleboard, am Dienstag Bingo, am Mittwoch Lucky Pot … was für ein Stress. Wir wollen doch nur unsere Ruhe und unsere Homepage erledigen. Aber freundlich sind sie alle und das Wetter einfach bombig.

Am nächsten Nachmittag kommen Anita und Markus mit Jeanette und Fredi vom Nachbarcampground. Wir gehen lecker essen zum Mexikaner. ´

Wir fahren gen Norden an die Venice Beach und schauen uns die Haifischzähne an. Dabei handelt es sich um Muscheln, die so brechen, dass sie aussehen wie Haifischzähne. Die Beach ist ein Traum. Da es heute sehr windig und mit nur 15 Grad ungewöhnlich kühl ist, ist hier kaum was los. Wir bummeln über den Pier und lassen uns den Wind um die Nase wehen. Herrlich.

Da außer Florida alle 49 US-Staaten zur Zeit wieder verschneit sind, werden wir den Winter noch ein paar Tage auf unseren kostenlosen Campgrounds aussitzen. Auf Anna Maria Island haben wir einen wunderschönen Stellplatz. Bei erneuten 28 Grad lässt es sich prima aushalten.

Eine ganz interessante Info noch zum Schluss:
1821 hat Spanien Florida für 5 Millionen Dollar an die USA verkauft.

Nicht auszudenken, was das für ein Ballermann geworden wäre.

Wir nutzen unsere Zeit, um nach Heimatflügen zu googeln. Inzwischen sind wir schon 10 Monate unterwegs und wollen unsere Eltern und Freunde wieder sehen. Wir finden einen passenden Flug ab Tampa in 8 Tagen. Passt prima.

Wieder in Apollo-Beach gehen wir Manatees gucken. Ein Junges haben wir direkt zu unseren Füßen. Es sei allerdings krank. Ein ganzes Manatee-Rescue-Team aus mind. 10 Personen ist vor Ort, um genau dieses Manatee aus dem Wasser zu holen. Sie versuchen, es mit einem Netz einzukreisen, aber es entwischt.

Danach entscheiden wir uns gegen Homossa Springs und Crystal River, wo man eine Gator-Tour buchen oder mit dem Schiff zu einer vorgelagerten Pflegestation rausfahren kann, wo verletzte Manatees behandelt werden.

An unserem nächsten Gratis-Campground in Zephyrhills finden wir endlich einen Storage für Wombi. Angeschaut, gebucht … Ein Snowbird bietet einen Shuttleservice zum Flughafen an. Perfekt. Nun steht dem Heimflug nichts mehr im Weg.

Wir verbummeln die letzten Tage bis zum Abflug und wollen ans Wasser. Bei Port Richley finden wir einen netten kleinen Park, wo uns die Rangerin erlaubt VOR dem Tor, das nachts geschlossen wird, zu Übernachten.

Bei Inverness finden wir ein Boy Scout Camp. Das ist zwar geschlossen, liegt aber abseits, so dass wir auf dem großen Platz davor einfach stehen bleiben. Keiner nimmt wirklich Notiz von uns. Hier verbringen wir noch zwei ruhige Nächte.

In Webster nutzen wir noch einmal einen kostenlosen Campground, wo wir unsere letzten Vorbereitungen für Deutschland treffen.

Dann ist es auch schon so weit. Wir beziehen unseren Storage in Zephyrhills auf Ralphs Campground. Jetzt heißt es: Taschen packen. Morgen früh um 10:00 Uhr werden wir von Alison abgeholt und zum Flughafen nach Tampa gefahren.

Zusammenfassend hat uns der riesen Packen freie Campgrounds das Leben in Florida ganz schön erleichtert. Auch wenn es für uns absolut ungewohnt war/ist.

Heimflug!!! 13:40 Uhr ab Tampa, über Miami, Ankunft am Flughafen Düsseldorf um 6:50 Uhr

Nach einer Zwischenlandung in Miami …

… hüpfen wir mal eben nach Düsseldorf

Und nun: UUUUURLAUB !!!

Denkste!!! Kaum landen wir in Düsseldorf, beginnt schon der Stress. Unsere Reisetaschen sind in Miami stehen geblieben, kommen erst morgen früh an. So stehen wir bei 5 Grad mit kurzen Ärmeln am Flughafen und frieren. Zum Glück werden die Taschen am nächsten Mittag angeliefert.

Nach einem Zwischenstopp in Düsseldorf und Paderborn kommen wir Ende des Monats in Bayern an. Eine kurze Zusammenfassung unseres Heimaturlaubs gibt es im nächsten Bericht.

Allgemeine Infos

Aktueller Wechselkurs: 1 € = 1,36 $

Diesel = 3,95 $/gal in Florida

Nationalpark Everglades
10$ pro Auto, gültig für 7 Tage, im Jahrespass Nationalparks enthalten
Campground ohne Strom: 16 $

Keys
Übernachtung im overflow-parking im Curry Hammock State Park (Meile 56,2): 21,50 $

Heimflug
Storage für 4 Wochen = 45 $

Priv. Shuttle von Zephyrhills zum Tampa Flughafen: 60 km = 30 $

Flug Tampa – Miami – Düsseldorf und dann München – Düsseldorf – Miami – Tampa = 1.750 $ für uns beide